Juhuuu es hat geklappt!! Alle Bilder sind online!
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2. November 2010
Nachdem ich mich von Lis in Melbourne verabschiedet hab, ging es ja weiter nach Hobart in Tasmanien. Schon vor meiner Abreise hat mich das Land des Teufels und der Tiger, die alle ein bissi anders sind als man sie kennen wuerde, fasziniert. Und ich war sehr gespannt darauf, endlich Fuss auf dieses Land zu setzen.
Melbourne hat mich mit stroemenden Regen verabschiedet und genauso hat mich Hobart willkommen geheissen. Mit stroemenden Regen. War ein Erlebnis... vor allem weil der Flughafen sowas putziges kleines ist.
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| Willkommen in Hobart... alles im Regen! :( |
Nach einigem Suchen hab ich dann auch den City-Airport Shuttle gefunden, der mich auch gleich mitgenommen hat. Im Bus neben mir ist ein Typ gesessen, mit dem bin ich dann zum reden gekommen. Er hat mir erzaehlt, dass er schon mal 4 Monate in Tasmanien und Hobart und Umgebung gelebt und gearbeitet hat und jetzt nach nem halben Jahr reisen wieder hier sein moechte fuer ein paar monate. Er arbeitet in einem Rainforest Sanctuary, die es sich zur Aufgabe gemacht haben diesen wunderbaren Regenwald zu erhalten und wieder aufzubauen. Der hat mit so einer Begeisterung davon erzaehlt, dass ich a) am liebsten gleich mit ihm dorthin gefahren waer und b) schon irgendwie den Verdacht hatte, dass es eine geniale Zeit werden koennte.
Und dann hats schon so cool angefangen, denn der Airporter hat mir ne gratis Stadtrundfahrt verpasst... ich war die letzte, die bei meinem Hotel ausgesetzt worden ist und somit hatte ich schon mal ne coole Uebersicht ueber die Stadt. Als wir mit dem Bus zum Hafen runter gefahren sind, hat es auch einen wunderbaren Regenbogen gegeben. Unglaublich schoen war das!!! Und ich sag euch.. schon allein, wie mit dem Bus durch die Strassen gefahren bin, wusste ich, dass mir diese Stadt gefaellt. Die Haeuser sind sooo putzig. Hobart ist die Hauptstadt von Tasmanien, aber der Stadt wuerde man das net ansehen. Es gibt genau 2 hohe Bauten im Stadtzentrum und der Rest ist wie so kleine alte Fischerhuetten, aber auf schoen. So liebevoll hergerichtet und erhalten.. ich sag euch, ich haette mich in fast jedes Haus sofort verlieben koennen. Speziell die Wohngegend um den Battery Point ist soooo schoen... ueberall so liebe Gaerten und soviel Platz mit Blick aufs Meer UND den Mt. Wellington. :) Wirklich... bin schwer begeistert.
Nach meinen Free City Circle hab ich in meinem Hotel Pensione eingecheckt. Das Hotel und vor allem die Rezeptionistin Tildy sind LEGENDAER!!! Ein Wahnsinn! Die Frau ist der Hammer und ihr herzliches Willkommen hat es mir noch viel leichter gemacht, mich sofort in diese Stadt zu verlieben. Nach dem Check in und einem kurzen ausrasten am Bett, wollte ich dann auch gleich los, um ein wenig die Stadt zu erkunden und ein Internet cafe fuer einen neuen Blogeintrag zu finden. HAHA... alle Internetcafes, die mir Tildy und/oder Google Maps angesagt haben, waren schon zu, weil hier einfach alles zum spaetestens 18h zusperrt. Rein aus Prinzip. ANNOYING. Und damit war mein Entschluss auch gereift, dass ich das Investment in ein Netbook taetigen muss, denn die Kosten fuer Internet sind in Australien unendlich hoeher als in NZ UND es gibt kaum Facilities. Unglaublich. Sonst war ueberall wenigstens ein Global Gossip Hotspot, aber nicht mal das gabs in Hobart. Also bin ich einfach so durch die Strassen von Hobart marschiert. Da es schon wieder weiter im Sueden ist, gibt es wie bei uns auch laengere Tage (sonst is es ja uebrall um spaetestens 19.30 Stockdunkel). Und ich hab Salamanca besucht und erkundet (die alten Lagerhaeuser am Hafen...da sind jetzt ueberall Pubs (unter anderem das aelteste Pub Hobarts) und Geschaefte)
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| Salamanca |
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| Brunnen zur Erinnerung an Abel Tasman - DEN Entdecker |
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| Abel Tasman himself |
Bin dann richtig Stadtzentrum gelaufen und hab dort die omnipraesente Queen Viktoria Street erkundet. Hobart ist uach sooo liebevoll hergerichtet, dass sich die Touristen auskennen. Wirklich super. Und dann bin ich eigentlich relativ frueh zurueck ins Hotel, um ein wenig Schlaf von der Melbourne und Great Ocean Road nachzuholen. Aber weil mein Zimmer so gemuetlich war, bin ich natuerlich mit Tagebuch nachschreiben usw wieder ewig aufgewesen. :)
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| diese suessen Tafeln stehen ueberall |
3. November 2010
Am naechsten Tag ahb ich mir mal das gute Fruehstueck genehmigt und bin dann mit dem Ziel ein Netbook zu kaufen losgezogen. Melina und Ines, meine beiden Maedls von der Great Ocean Road sollten auch am vormittag in Hobart ankommen und die hab ich auch schon sehnsuechtig erwartet. In der Zwischenzeit bin ich dann mal los und hab die Stadt ein wenig weiter erkundet. Bin den Hafen entlang marschiert, vorbei an den fresh Seafood Restaurants usw bis zur anderen Seite des Hafens, wo das Restaurant „The Drunken Admiral“ ist.
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| Am Hafen in Hobart mit Blick aufs Meer |
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| Hobart City vom Hafen aus |
Dann bin ich ueber eine Gasse ins Stadtzentrum gekommen und dort hab ich auch gleich die Technikshops gefunden. Und siehe da... in JB Hifis hat sich auch eine guenstige Gelegenheit aufgetan... Gerade als ich mir ne Stunde Bedenkzeit erbeten hab, haben sich auch schon Melina und Ines gemeldet, die mich ja eigentlich auf die Netbook Idee gebracht haben. Mit den beiden im Schlepptau bin ich wieder zurueck in den Laden und nach einer kritischen Pruefung durch Melina wurde das Netbook fuer gut befunden und auch gleich erstanden. :) (sehr praktisch, wie sich schon herausgestellt hat!)
Nach dem Grosseinkauf sind wir weiter durch die Stadt marschiert und haben so einige Geschaefte besichtigt, bis wir wieder am Hafen waren und uns vor dem mal wieder aufgetretenen Regen in eines der Seafood Restaurants gerettet haben. Dort gabs erstmal lecker Seafood ( leider mal wieder panierte....!!!) Calamari und Shrimps. Mah lecker!! Ich sags euch..so laesst es sich leben!
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| Fresh Seafood Lunch |
Danach sind wir ueber Salamanca zu Batteries Point wo wir uns ein wenig die schoenen Haeuser usw angesehen haben. Das war so ein gemuetlicher Spaziergang...sagenhaft. Als es dann mal wieder zum Regnen begonnen hat, haben wir uns in ein total herziges Cafe gerettet wo wir uns erstmal eine heisse Schokolade und eine kleine Suessigkeit gegoennt haben. Ja das war ein herrlicher Tag. Als der Regen wieder nachgelassen hat, sind wir erstmal wieder in unsere Unterkuenfte gelatscht und haben uns fuers Abendessen verabredet.
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| Haeuser in Battery Point... |
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| Unsere Regenjause |
Die Zeit bis zu unserem Abendessen hab ich mal mit Einrichten meines neuen Babys verbracht. Wie praktisch, dass es im Hotel Free Wifi gab. Natuerlich mussten mal alle wichtigen Standardprogramme drauf und dann alles getestet werden. :) Zum Abendessen gabs dann uebrigens super lecker und guenstiges Chinesisch. Also es hat schon was gutes, wenn ueberall hier die Chinamafia agiert, weil man echt gut und billig essen kann. Wobei ich es sonst eher etwas schraeg find. Abgesehen von dem Chinarestauraunt, war auch nicht viel offen, denn in Hobart sperrt alles wie gesagt schon um 18h zu. Und dann hiess es ab ins Bett und packen fuer den fruehen Start am naechsten Morgen!
4. November 2010
Pick-up Time war 06:30 von ner Ecke gleich bei meinem Hotel. Und ich war natuerlich mal wieder die Letzte, die abgeholt wurde. Haette ich mir auch net gedacht. Als der Guide ausgestiegen ist, um meinen Rucksack einzupacken, hab ich mir schon gedacht, dass es ein spannender Trip wird, weil der schon auf den ersten Blick wie ein richtiger Naturbursche ausgesehen hat. Der erste Stop war dann mal das tasmanische Adventure Tours Head Quarter und die Bezahlung der Nationalparkgebuehren. Dort gabs dann auch Fruehstueck und Obst fuer uns und dann ging es auch schon los zum ersten Programmpunkt. Schon als wir dann auf den Highway gefahren sind und unser Guide angefangen hat, Dinge zu erzaehlen und zu berichten, war meine Vermutung, dass es eine coole Reise wird bestaetigt. Melina und Ines hatten wir nen Platz bei sich freigehalten, das war ziemlich laessig. Hinter mir sass dann auch schon Petra, eine Tchechin, mit der wir noch viel Spass ahben sollten. Unsere Gruppe war ziemlich lustig, weil neben den beiden Maedls und mir noch 2 Leute von unserer Great Ocean Road Truppe da waren. Dann hatten wir noch eine Japanerin, eine Koreanerin, eine Slowenin, Mutter mit Sohn aus Amiland, zwei junge Amischnecken, und noch 2 Deutsche. Also eine ziemlich durchgemischte bunte Truppe, die hauptsaechlich aus Maedls bestand.
Auf dem Weg zu unserem Ersten Stop gabs eine Einfuehrung in die Australische Tierwelt anhand von gut ausgewaehlten und wirklich flauschigen Stofftieren. Das hilft doch auch gleich mal die ganzen Tierchen zu erkennen (wers net schon tut) und man lernt was. Greg, unser Guide, ist wirklich ein wandelndes Lexikon. Was mir bei der Einfuehrung bewusst geworden ist, ist die Tatsache, wie BESONDERS diese Tiere eigentlich alle sind. Jeder weiss, dass Kaengurus Und Koala Beuteltiere sind, aber kaum jemand erkennt das als sooo ungewoehnlich an. Das ist eine Evolutionsstufe, die sich ausschliesslich in Australien und Tasmanien erhalten hat. Das Kind wird nicht im Bauch ausgetragen, bis es einigermassen Lebensfaehig ist, sondern es krabbelt im Embryonenstadionen ueber das Bauchfell in den Beutel und dort wird’s dann aufgezogen und behuetet. Ein Kaenguruweibchen kann bis zu 3 Babys gleichzeitig betreuen. Und kann jedem der Jungen auch eine eigene Art von Milch zur Verfuegung stellen, weil ein Embryo noch andere Milch braucht als ein 1jaehriger Joey. Soooo beeindruckend. Und dann sind da noch die Echidnas und Schnabeltiere (platypus), die wieder eine eigene Gattung sind. Eine Mischung aus Reptil und Saeugetier: Sie legen Eier, wenn die Jungen geschluepft sind, werden sie von der Mutter gesaeugt. Es gibt aber keine direkten Zitzen am Bauch der Mutter sondern die Jungtiere lecken die Milch vom Bauchfell der Mama, die die Milch ueber Druesen absondert. So unglaublich tolle Tiere gibt’s hier!!! solche Naturwunder! Ich bin so schwer begeistert! Und dann sagt uns der Guide, dass die Aussies diese Tiere als net vollwertig ansehen, weil man sie ja net kommerziell verwenden kann. Sitzen auf einem Naturwunder schlechthin und dann sind die soooo engstirnig. Ich muss leider wirklich sagen, die Briten haben zwar die Welt erobert, waren aber Blind fuer alle Schaetze abseits derer, die sie kommerziell verwenden konnten. Toll gefunden haben sie: Gold, Rohstoffe und Holz (die haben einen wunderbaren Regenwald nach dem anderen einfach abgeholzt, weil das soviel wert ist!) und was auf der Strecke geblieben ist waren eindeutig die Einheimischen. Aboriginies waren im Weg (obwohl die schon 40.000 Jahre hier in Australien leben) und die Einheimischen Tiere auch (bestes Beispiel, weil dadurch ausgerottet: Tasmanischer Tiger...der musste wegen den Schaffarmen dran glauben). Echt... manchmal, wenn ich hier so Geschichten ueber die Taten der Eroberer oder der angesiedelten Schaffarmer hoere, schaeme ich mich fremd fuer soviel Unverstaendnis und Wahnsinn. Ganz oben in dem Wahnsinn rangiert dann ja auch wieder die katholische Kirche mit ihren Missionaren, die das Wilde aus den Aboriginies rausmissionieren wollten und dabei Kinder einfach ihren Muettern entrissen haben. Es gab das Gesetz, dass Kinder einfach den Muettern weggenommen werden duerfen, um „Zivilisiert zu werden“. Alle diese Kinder sind unter dem Namen „The stolen Generation“ bekannt geworden. Was den tasmanischen Aboriginies angetan wurde ist ja sogar ganz furchtbar und unaussprechlich. Sie wurden de facto in einem Krieg einfach ausgerottet, listig hintergangen ( von einem Missionar, der die Aufgabe hatte, sie vom Tasmanischen Festland auf eine Insel zu locken, damit sie den Schaffarmern nimma im Weg sind...) und die Frauen fuer die Walfaenger als Sex-&Arbeitssklaven missbraucht. Furchtbar.
Ja die Ignoranz der fruehen Eroberer und ersten Siedler (manche Teile des Landes wurden so hergerichtet, dass sie den Eindruck vermitteln, dass man wieder in England ist!) ist ein Grund um sich eindeutig FREMDZUSCHAEMEN. Die Schoenheit und Einzigartigkeit konnte und wollte ienfach net gesehen werden. Was gesehen wurde, war die Moeglichkeit die Straftaeter irgendwo weit abzuschieben und jede Menge Geld zu machen. Alles andere vor allem weil es so anders war als daheim, wurde abgelehnt und verdammt. Tut weh.. vor allem wenn man weiss, was hier noch so alles gelebt hat. Genau wie in Neuseeland, wurden ja auch hier einige Tiere Opfer der Eroberung (vom 2m Wombat-viel Fleisch fuer die Schiffe) bis hin zum australischen Loewen und den grossen Adlern....) Ich kanns gar net oft genug sagen, wie traurig mich das stimmt, dass es kein Kennenlernen der Dinge gab, bevor sie kommerziell zerstoert wurden. Die Ignoranz der Englaender und die Selbstverstaendlichkeit mit der alles genommen wurde sind einfach sagenhaft! Also... wir sollten es heutzutage besser wissen und es auch besser machen!
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| Der Unterschied zwischen einem kaenguru udn einem Wallaby |
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| die ganze bunte Tierwelt |
Genug des Appels. Unser erster Stopp des Tages waren die Russell Falls, ganz bekannte Wasserfaelle Tasmaniens. Sie waren auch wirklich schoen. Der Weg dorthin hat uns durch einen richtigen Gondwana Urregenwald gefuehrt mit riesigen Baumfarnen und Baeumen. Traumhaft!!! (wer mich kennt, weiss wie begeistert ich von sowas sein kann... ) Unser Guide hat uns auch eine Huon Pine gezeigt, die 1962 umgeschnitten wurde und noch immer wie neu aussieht. Dieser Baum ist verrottet de facto gar net, weil im Holz ein Oel drin ist, das verhindert, dass die Schimmelbaktieren ueberleben. Umgeschnitten duerfen die Baeume nimma werden, weil sie Uralt werden und nur sehr langsam wachsen, aber man hebt aus Suempfen und Fluessen alte Baumstaemme und die duerfen dann bearbeitet werden. Das Aergste: Das Holz von diesen alten Baumstaemmen schaut auch nach 5.000 Jahren im Sumpf aus wie Neu. (ich hab ein paar so scheiben gekauft... jeder kann sich gern ueberzeugen kommen!)
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| *geniess* |
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| Baumfarne wohin das Auge reicht |
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| Greg erklaert was ueber Baeume |
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| wir drei Grazien bei den Russell Falls! (v.l. Ines, Melina und ich) |
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Anna und ein uralter baumfarn (waechst 1cm pro Jahr)
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| on the road |
Naechster Stopp war wie gesagt Lake St. Clair, wo wir uns ein bissi umschauen konnten, bevors weitergegangen ist. Der See war wirklcih sehr schoen und die Sonne hat gescheint! :) Ueberall waren Tafeln, dass die Tigerschlangen unterwegs sind, wir haben aber trotz Feldwegein nix gesehen...
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| Lake St. Clairs |
Dann gabs wieder einen Buschwalk zu einer Aussichtplattform ueber die Berglandschaft von Tasmanien. Das war auch sooo wunderschoen. Ich sag euch... Berge sind einfach meine Heimat und wenn ich so schoene Berge bei Sonnenschein seh, dann moecht ich eigentlich nur rauf... das sind dann einfach die schoensten Momente! (ich weiss leider immer noch net, ob ich euch bilder mithochladen kann...wenn ja... geniesst das Panorama!!!)
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| die Aussicht war ein Traum |
Da ich euch net mit Texten erschlagen will, stoppe ich hier mal meine Erzaehlung und werd in den naechsten Tagen einen weiteren Text posten! :) Versprochen. Ich hab ja derzeit Reisepause in Cairns und die nutz ich fuer kreative Erguesse! Hoffe es hat euch gefallen und die Geschichte geht in den naechsten Tagen weiter! :)
2 Kommentare:
hallo anna,
vielen dank für deine ausführlichen berichte. ich les ja immer noch mit :-)
alles liebe,
astrid
fühl mich gar nicht erschlagen ;) erzähl nur weiter!
melanie
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