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Dienstag, 30. November 2010

Tasmanien – oder warum mich eine kleine Insel ganz unerwartet vom Hocker gehauen hat! (Part 3)

Und weiter gehts mit meinen Erzaehlungen von meinem Tasmanien Abenteuer! Hier die letzten beiden Tage der Tour!
EDIT: alle Fotos vollstaendig vertreten!!! :)

In der Zwischenzeit, viel Spass beim Lesen!
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Montag, 8. November 2010

Wie immer, auch heute die Tagwache um 06:20 damit wir um 07:00 fruehstuecken koennen und um 08:00 abfahren koennen. Naja.. unser Old Grumpy hat sich gedacht, das Fruehstuecksbuffett wird erst nach 08:00 abgeraeumt, wenn seine Hoheit auch gespeist haben, und somit mussten wir bei seinem Eintreffen um PUNKT 08:00 natuerlich wieder alles herraeumen. Ganz toll der Typ. Aber egal... so geht das die ganze Zeit mit ihm und eigentlich finden wirs mehr unterhaltsam als stoerend.

Erstes Tagesprogrammpunkt war Mt. Amos und der Blick auf die Wineglass Bay. (die uebrigens net so heisst, weil sie die Form eines Weinglasses hat, sondern weil in dieser Bucht frueher die Wale geschlachtet wurden und sie daher vom Blut der armen Tiere rot war wie ein Rotweinglass.... - nur um ein paar Mythen auszuraeumen) Die Wettervorhersage war ja net so berauschend und auch bei der Anfahrt wars eher trueb und grau. Aber unsere Gruppe hatte einfach perfektes Kharma (trotz des Old Grumpys) und kaum, dass wir am Parkplatz der Wineglass Bay eintrudeln, faengt es auch wieder an aufzuklaren! HURRA! Das Bloedeste waere naemlich Regen auf den Mt. Amos rauf – der besteht naemlich hautpsaechlich aus Riesensteinplatten, ueber die man drueber laufen und klettern muss, das waer im Regen ein wenig zu rutschig, auch wenn es bedeuten wuerde, dass man wahrscheinlich unglaublich schnell herunten ist.

Wer mich kennt, der weiss, dass mich manchmal klettern alle Nerven kosten kann, vor allem, wenn ich einen Punkt erreiche wo ich senkrecht in den Boden schaue. Seufz! Aber auch diesmal hab ichs geschafft, mich zusammengerissen und dann war ich auch schon oben! (ganz nach dem Motto „Trust your Feet“ hab ich mich tapfer raufgekaempft, auch wenns mir dazwischen mal wieder so riiiiiiichtig uebel geworden is)
Die Aussicht oben hat mich allerdings fuer ALLES entschaedigt! Die war so grandios!!! Ich kann euch gar net sagen, wie schoen! Oben gabs mal wieder Fotosession und gemuetliches zusammen tratschen. Dann gings auch schon wieder runter und da war wieder Vorsicht geboten. Manchmal hatte man das Gefuehl man laeuft direkt ueber die Kante ins Meer. War ganz schoen unheimlich... und ich habs gut geschafft! :)

that way up!

Felsformationen am Weg rauf
Gluecklich im Aufstieg
Es wird tapfer geklettert und die Hoehenangst ueberwunden!
Famous Wine Glas Bay!

We are on top!
Group Relaxing
YEAH there we are!
YESSS i did it!
enjoying...
das zeigt annaehernd wie steil es wirklich war

Greg faengt uns einen Mountaindragon!
Wieder beim Bus angekommen, gabs erstmal umziehen (endlich mal in eine wirklich kurze Hose,weil es war sooo grandios warm!) und Lunchen! Kaum, dass wir das Essen ausgepackt haben, waren auch schon ein paar hungrige Wallabies da, die mitnaschen wollten. :)
The hungry Wallaby


Auch nach diesem Bergmarsch gabs eine Ueberraschung fuer uns – wir haben Kathe's Berry Farm besucht. Und die hatte lecker selber gemachtes Eis und Milchshakes!!! HERRLICH!!! So gemuetlich dort in der Sonne zu sitzen, bis uns alle die auf einmal undichte Sprinkleranlage unter Wasser gesetzt hat... :))) Die Aussicht war auch genial, denn der Blick ging zurueck auf Mt. Amos, den wir grad vorhin erfolgreich bestiegen und auch wieder verlassen haben!
Kates Berry Farm... Milchshake mit Blick auf Mt. Amos

Nach Kathe's leckeren Milchshakes ging es mal wieder an einen Strand. Aber nicht IRGENDEINEN Strand, sondern den Muschel reichsten Strand, den ich bislang in meinem Leben gesehen habe! Ich denke an diesem ganzen Strand waren soviele Muscheln, wie ich bislang in meinem Leben gesehen habe! Der war DER Wahnsinn. Und nicht so mini Muscheln, wie man bei uns in der Adria findet, sondern RIESIGE Muscheln aller Formen und Groessen! Unglaublich! Der Strand hiess Keveldon Beach (nur falls jemand mal nach Tasmanien faehrt). So wunderwunderschoen!!!WIr haben eine gute Stunde damit verbracht am Strand langzumarschieren, die Muscheln zu bestaunen, zu sammeln, nach denen mit Loch fuer Halsketten ausschau zu halten, witzige Fotos zu machen und natuerlich einfach nur geniessen! Wirklich ein wunderschoenes Fleckchen Erde!
At Kelvedon Beach

Den letzten Abend on Tour haben wir in Port Arthur wieder in einem Adventure Tour eigenen Haus verbracht. Das Haus lag gleich neben dem Friedhof, wir haben uns eh schon gefragt, ob net was spuken kommen wird. Der Abend war aber nach dem ganzen Tagesprogramm relativ unspektakulaer und wir haben eigentlich hauptsaechlich gegessen (selbstgemachte Pancakes von Greg!), Fotos getauscht und noch ein bissi gequatscht. Dann haben wir eigentlich auch schon geschlafen...

Dienstag, 9. November 2010



OH no!!! Der letzte Tag on tour! Keiner konnte es glauben, wie schnell unsere 6 Tage on Tour vergangen sind und wieviel wir eigentlich schon erlebt haben! Aber wir haben ja noch einen ganzen Tag und auch dieser ist voll mit tollen Programmpunkten!

Gestartet haben wir in den Tag mit einem Besuch bei dem Stueck Land, wo Tasmanien und die Antarktis auseinandergebrochen sind, Schaut wirklich aergstens aus und irgendwie kann man sich das schon vorstellen, wie der Kontinent da auseinandergebrochen ist und sich von einander entfernt hat. Komisches Gefuehl an so einem Punkt zustehen. Sehr beeindruckend... da wird man sich der Naturgewalten erstmal so richtig bewusst. Und dann war dort auch eine ausgeschwemmte Hoehle, wo die Wellen hereinschwappen. Angeblich nutzen das Surfer, wenn sie besonders gut aufgelegt sind, um aufs Meer rauszukommen. Ein bissi unheimlich mit welchem Schwung da die Welle hereingebrochen sind. Unser Guide hat natuerlich mal wieder den Abenteurer gespielt und ist runtergeklettert und hat sich mit den Wellen gespielt. :) Eh klar.
Bruchstelle Tasmanien und Antarktis

die gesammelte Mannschaft von Tasmanien

Remarkable Cove

Petra und Anna bei der Cove
Anna & Greg bei der Remarkable Cove
Dann haben wir noch langes Gras gesammelt, damit wir unsere Halsketten mit den Muscheln im Aboriginie Style machen koennen. Das war auch besonders lustig und als jeder ausgeruestet war, konnten wir erst wieder weiterfahren. Und dann war mal jemand damit beschaeftigt Ketten zu flechten! :) Das war ziemlich lustig.

Weniger lustig war hingegen der naechste Stop des Tages: Port Arthur. Das alte Gefaengnis der Briten. Nachdem Australien als Gefaengnis Insel gescheitert ist, haben sie sich gedacht, dass sich Tamanien noch mehr anbietet, weil kleiner und noch weiter weg. Und so kamen net nur die „frischen“ Straftaeter aus den UK hierher, sondern auch wieder straffaellige ohnehin schon Schwerverbrecher aus Australien. Natuerlich haben die auch hier versucht auszubrechen. Manchen ist es auch gelungen, allerdings hat sie dann der Busch vor die naechste Herausforderung gestellt und eine Gruppe davon ist zu Kannibalen mutiert. Ganz schoen ekelige Geschichte. Das ganze Gelaende des groessten Gefaengnisses des britischen Empires ist unheimlich. Auch wenn sie alles irrsinnig interessant aufbereitet haben. Man konnte zum Beispiel sich mit einem Gefangenen identifizieren (anhand einer Karte, die man bekommen hat) und konnte so nachvollziehen, wie es ihm hier ergangen ist. Traurige Geschichten. „Mein“ Gefangener hat mit 13 Jahren ein Taschentuch gestohlen und wurde aufgrund dieses Vergehens nach Tasmanien verbannt. Naja und nach all den miesen Behandlungen hier und aufgrund der Arbeit, der er zugeteilt war, ist er mit net mal 26 Jahren gestorben. :( Das ganze Gelaende ist ziemlich beklemmend. Bei der Bootsrundfahrt durch den Hafen von Port Arthur haben wir auch die Isle of Dead gesehen, die Friedhofsinsel des Gefaengnisses: die Waechter und Aufseher, die hier gestorben sind, haben einen Grabstein bekommen. Alle Gefangenen, die hier gestorben, hingerichtet worden und verreckt sind, wurden in ein Massengrab geschmissen. Man vermutet, dass da ueber 1.000 Leute in dem Massengrab liegen...
Der Eingang zu Port Arthur
der Plan von Port Arthur
Port Arthur
Nach dem beklemmenden Teil der Geschichte Tasmaniens gings an einen Ort des etwas anderen Schreckens – und zwar einen Tasmanian Devil Conservation Park. Dort haben wir dann auch gleich die Fuetterung der kleinen Teufel miterleben duerfen. Die schauen ja recht putzig aus, aber nur solange bis ihnen jemand essen zuwirft. Dann werden sie zum Teufel! Und die haben einen irrsinnige Beisskraft – ungefaehr die 3-fache von einem Boxer. Die kleinen Kerle haben die hoechste Beisskraft pro cm² und knacken damit mit einer Leichtigkeit Knochen, dass es einem nur so schaudern laesst. Sie sind auch hauptsaechlich Aasfresser und sorgen damit dafuer, dass nix unnoetig herumliegt. Und was sie anfangen zu essen, machen sie ziemlich gruendlich. Die kleinen Kerle nehmen es auch mit einem gestrandeten und gestorbenen Wal auf. Allerdings net alleine sondern dann kommen bis zu 70 schwarze Fellknaeuel und putzen alles radikal weg.
es wird posiert

Kann ich schon Futter riechen?
Baby Teufel
Leider sind auch grad diese suessen kleinen Kerlchen vom Aussterben bedroht: Sie wurden ebenso wie der Tasmanische Tiger gejagt, dann von einer Krankheit heimgesucht, die ziemlich viele Tiere hinweggerafft hat und kaum, dass man sich gedacht hat, die Population erholt sich wieder, ist eine neue Krankheit aufgepoppt: die kleinen Beisserchen werden von einem Gesichtskrebs heimgesucht, den sie bei ihren Essen-und/oder Spasskaempfen uebertragen. Damit infisziert sterben sie leider innerhalb kuerzester Zeit, weil sie nicht mehr richtig fressen koennen. :(
Wir haben auch Teufelbabies gesehen und die sind ja sooo herzig! Ein wahnsinn!!! Aber seht selbst die Bilder! (sobald ich damit weitergekommen bin, Bilder hochzuladen)

In diesem Conservation Park haben wir auch noch die in freier Wildbahn schon ausgestorbenen Tasmanischen Riesenkaengurus, Riesengaense, Squolls und Kermit, den Tawny Frogmouth, gesehen. Ein Wahnsinn! Ich kann mich nur mal wieder wiederholen und sagen, dass diese Beuteltiere so bewundernswerte und geniale Kreaturen sind. Die braeuchten viel mehr Aufmerksamkeit in der ganzen Welt, damit man sich bewusst wird, wie besonders diese Tiere sind.
Ein Quoll mit Babies *neben dem weissen fell*
Mit Kermit dem schraegen Vogel haben wir natuerlich auch wieder eine Fotosession gemacht, der konnte sich ja auch net wehren, der er einen gebrochenen Fluegel hat und nie wieder fliegen wrd koennen. Er hat alles mit einer stoischen Ruhe ueber sich ergehen lassen und hat sich manchmal auch zu einer coolen Pose hinreissen lassen. :)
Greg stellt uns Kermit vor

Anna & Kermit

Nach den viele tierischen Eindruecken haben wir uns ein wenig anders mit Tieren beschaeftigt und uns mal nen Burger auf den Grill geschmissen. Lecker! Nebenbei haben wir noch Gregs Abschiedsgeschenk gebastelt. (das war ein Auftrag es so zu machen, dass er nix mitbekommt...)

Mit vollem Bauch gings dann weiter zu den letzten beiden Stops dieser Reise: Hell's Kitchen und Abel's Arch. Auch zwei Felsformationen, die das Meer ausgeschwemmt und kreiert hat. Sehr schoen, auch wenn die wehmuetige Stimmung in unserer Gruppe schon immer mehr zu spueren war.
Nach unserem Rundgang konnten wir Greg endlich unser Geschenk uebergeben und wir haben es geschafft, dass er in 6 Tagen der Tour endlich mal Sprachlos war! :)
Abel's Arch
Das war dann auch der Abschluss der Tour und es ging zurueck Richtung Hobart. Dort haben wir erstmal den Old Grumpy ausgesetzt und uns dann zum Abendessen verabredet. Ziel war der Drunken Admiral, was ich besonders toll gefunden habe, da ich da ohnehin schon lang mal hinwollte! Das Lokal hat mich auch ueberhaupt net enttaeuscht: es war total liebevoll eingerichtet mit einem Blick fuer Details. Alles im Seefahrer Stil und natuerlich Captain Jack Sparrow durfte auch net fehlen. Genial! Zu essen gabs endlich mal gegrillte Shrimps und das war so richtig lecker!!! (das Essen war zwar net billig...aber dafuer WIRKLICH genial!). Und das war dann der offizielle Abschluss unserer Tasmanienrundreise! Wir wollten dann noch was trinken gehen, aber das Irish Pub hat ziemlich bald mal zugesperrt und dann hiess es auch schon nach Hause gehen.
Die Truppe beim Abendessen

Captain Jack Sparrow schaut uns beim Essen zu
Best Seafood ever!
Es war so eine geniale Tour – vielen Dank an alle, die sie sooo besonders gemacht haben und es war einfach genial dieses tolle Land mit euch erleben zu duerfen!! DANKE!